Die 'kleinen' Unterschiede

Hochseilpark? Waldseilpark? Klettergarten?
Na was denn nun... ?!

Ein kleiner Überblick.

Es herrscht große Verwirrung. Was ist denn nun was genau und warum? Wir versuchen etwas Licht in dieses Dunkel zu bringen.

Ganz grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Bauarten von Parks. Erstens die Parks, in denen die Übungen an lebenden Bäumen befestigt sind und zweitens Parks, die komplett mit Pfählen aufgebaut werden, also auf grüner Wiese.

Auch in Hinblick auf die Größe der Anlagen, Intentionen der Parkbetreiber und Gäste uvm. gibt es Unterschiede. Es ist allerdings zu beobachten, dass sich diese Grenzen zum Einen aufweichen und zum Anderen auch 'Mischformen' entstehen.


Übung im WaldseilgartenWaldseilpark

oder auch Waldseilgarten oder Kletterwald.

Da man für einen Kletterpark mit lebenden Bäumen naturgemäß viele Bäume braucht befindet sich dieser auf einem bewaldeten Gebiet. Daher ist der Begriff 'Waldseilpark' hier sehr naheliegend. Viele der neugebauten Kletterparks sind Waldseilparks.

Ein Vorteil dieser Parks kann sein (je nach Baumbestand und -dichte), dass die Anlage und deren Besucher bei Regen bzw. starkem Sonnenschein ggf. durch das Laubdach geschützt werden.

Fakten:

  • Waldseilparks sind im Vergleich zu Hochseilparks oft umfangreicher, mit teilweise mehr als 100 Übungen.
  • Das Angebot ist in erster Linie an Einzelgäste und spontane Gruppen gerichtet, teilweise ist keine Anmeldung notwendig. Es gibt regelmäßige Öffnungszeiten.
  • Die Trainer gehen nicht direkt mit einer Gruppe mit, sind aber dennoch immer in der Nähe, um ggf. zu helfen.
  • Die Übungen werden meist einzeln betreten - es entsteht weniger 'Teamwork'.
  • Die Eintrittspreise liegen etwa zwischen 10,00 und 25,00 Euro für 2 bis 3 Stunden pro Erwachsenen - Sonderangebote ausgenommen. Auch je nach Anlagengröße und lokaler Konkurrenz.

© faszinatour.deHochseilpark

oder auch Hochseilgarten.

Die Plattformen des Hochseilparks sind im Gegensatz zum Waldseilpark hier an künstlich gesetzten Pfählen befestigt, zwischen denen sich dann die Übungen befinden. Diese Anlage kann also auf Freiflächen (z.B. Wiese) errichtet werden.

Diese Eigenschaft begünstigt den Bau von mobilen Hochseilgärten.

Fakten:

  • Hochseilparks sind im Vergleich zu Waldseilparks meist weniger umfangreich.
  • Oft nur für Gruppen möglich, mit Voranmeldung. Es gibt keine regulären Öffnungszeiten.
  • Hier geht es in erster Linie um Teamtraining und Gruppenarbeit. Daher sind diese Einrichtungen besonder für Unternehmen interessant.
  • Die Gruppe wird direkt betreut, nicht nur 'sportlich' sondern auch im Sinne des Teamgeistes.
  • Die Übungen werden als Team durchschritten. Oft kommen hier Top-Rope-Sicherungen zum Einsatz. Also ein Kletterer wird durch einen anderen Gast gesichert. Das gibt Verantwortung und schafft Vertrauen, natürlich immer unter Aufsicht.
  • Die Kosten für einen Besuch sind auf Grund des höheren Aufwandes und je nach Umfang des Trainings individuell, dabei aber Höher als der Eintrittspreis im Waldseilpark.

weitere Bezeichungen

Viele weitere Begriffe sind eher schwer zuzuordnen. Abenteuerpark, Outdoor-Park, Kletterpark, Klettergarten und Seilpark beispielsweise können als Oberbegriffe verstanden werden und meinen alle Varianten.


© faszinatour.deSonstige Parktypen

Neben den oben genannten Varianten gibt noch eine Vielzahl anderer, weniger häufige Kletterparkkonzepte. Oft sind größere Parks Kombinationen von verschiedenen Parktypen. Eine häufige Kombination z.B. ist ein Wald- bzw. Hochseilpark in Verbindung mit einem Niedrigseilgarten.

  • Niedrigseilgarten - Ein ein Seilpark nur knapp über dem Boden. Hier kann auf Gurt und Sicherungssystem verzichtet werden.
  • SkyTrail - eine selbsttragende (Stahl-)Konstruktion für In- und Outdoor.
  • Rollstuhlübungen - rollstuhlgerechte Übungen zu ebener Erde oder auch in vielen Metern Höhe.
  • Flying Fox Park - Parks die ausschließlich aus Seilbahnen bestehen.
  • Mobile Kletteranlagen - 'Mini'-Hochseilgärten die vor Ort aufgebaut werden können, z.B. für Volksfeste etc.